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"Running Edward"   2011  /   Outdoor-PE* mit integriertem Streichelzoo-App

Die Alternative zur exotischen Tierhaltung im eigenem Heim!

 

     Photo: Hans Lauer

 

 

"Elefanten in Menschenobhut zu halten bedeutet immer, einen Kompromiss eingehen zu müssen.
Deshalb ist die Frage zu stellen, ob eine „artgerechte“ Haltung von Elefanten in Menschenobhut überhaupt möglich
ist bzw. welche Kriterien ihr zugrunde liegen. Umgekehrt gilt es zu klären, wie weit dieser Kompromiss gehen darf,
bevor die Tiere haltungsbedingt physische und psychische Schäden davon tragen und eine Haltung somit tierschutz-relevant wird.“

(Auszug des Artikels: Gedanken eines Biologen zur „artgerechten“ Haltung von Dipl.-Biol. Tobias Dornbusch)  

Diese Gedanken bewegten die Künstlerin Charly-Ann Cobdak, „Running Edward“ zu erschaffen -
eine „Alternative zur exotischen Tierhaltung im eigenen Heim“, in der weder Tier noch Mensch zu Schaden
kommen und dennoch eine exotische Tierhaltung gewährleistet sein würde.
Nach Fertigstellung von „Running Edward“ entdeckte die Münchner Künstlerin bei einer Internetrecherche zu
ihrer großen Überraschung, das das Halten u.a. von Löwen, Nashörnern, Walrossen, aber auch von afrikanischen
und indischen Elefanten in der Stadt München genehmigungspflichtig ist.

(http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/ Sicherheit/Sonstige-gefaehrliche-Tiere/Liste-gefaehrlicher-Tiere.html).

Da ein Elefant in einer Mietwohnung auf kurz oder lang nicht unbemerkt bleiben würde, beschloss Cobdak
kein Risiko einzugehen und einen „Antrag zur Erlaubnis zum Halten von gefährlichen Tieren wildlebender Art
gem. Art 37 Abs. 1 LStVG“ beim „Amt für Sicherheit und Ordnung der Stadt München“ zu stellen
(siehe Antrag unten).

Infolge der unerwartet positiven Resonanz beim Kreisverwaltungsreferat München freut sich „Edward“ nun als domestiziertes und legales Haustier über jede Streicheleinheit und bestätigt dies durch unüberhörbare freudige Elefantenschreie. Auch das typische „Weben“ (Hin- und Herschwanken des Kopfes) - erkennbares Zeichen verhaltensgestörter Elefanten - konnte bei „Edward“ bisher noch nicht beobachtet werden. 

 

 

 
                                 
             Videoclip auf youtube - bitte klicken!
 

 

Material: Postkarte, Elektromotor, 2 Infraschall-Trichter, Fellstück, Lampenzubehör, 3 Holzkisten, Lampe, Wärmelampe, Windmesser, 2 Beistelltische, Holzwagen, Griff eines Kinderwagens, Schirm, Elektrobedarf, etc.

 
Steuerung: Streicheln des Felles / copyright: charly-ann cobdak
 

*PE = Personal Elefant

Lowtech Instruments - Charly-Ann Cobdak