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"Die Inspirationsmaschine"  2007
 
Eine
 Hommage an Jean Tinguely & Franz Gsellmann

 

 
                          
      Videoclip auf youtube - bitte klicken!
 

 

... "Im Flur befindet sich die Inspirationsmaschine (2007), ein einfacher Postkartenbetrachter auf einer Metallstange montiert, der an die frühen Daguerrotypien erinnert, da man via einem  Guckloch auf zwei von hinten hellstrahlend beleuchtete Fotos blicken kann. Zwei Photos im Rahmen drehen sich im Kreis, man kann immer nur ein Photo sehen.
 
Es fällt der neugierige Blick auf eine Portaitphotografie Jean Tinguelys, den schweizerischen Bildhauer, der u.a. Monumentalplastiken oder bewegliche Schrottmaschinen produzierte und Brunnen komponierte mit fast animalisch anmutenden, vital animierten bunt bemalten Metallelementen oder skurrilen Drahtwesen.
Daneben erscheint ein Konterfei des Weltmaschinenerbauers und kinetischen Künstlers Franz Gsellmann, der seit 1943 bis zu seinem Tode (1981) an seiner ständig wachsenden Weltmaschine feilte. Aus diversen Plastik - oder Metallteilen, die er auf Schrottplätzen oder Gebrauchtwarenmärkten entdeckte, fabrizierte er über mehrere Dezennien ein permanent sich veränderndes, wachsendes und von enormem Detailreichtum schier visuell prosperierendes Gebilde seiner rundgestaltigen Weltmaschine, die ständig vergrößert wurde, sich ausdehnte durch Hinzufügung neuer Findlinge und Fundstücke, wuchs und sich räumlich, farblich und zuweilen auch akustisch animiert mit diversen Klängen pittoresk und unternehmungslustig - und expansionsbegeistert in die Umgebung verbreitete. 

Beide kinetischen Künstler Tinguely und Gsellmann scheinen dem Movens und dem stets in Veränderung befindlichen Focus Charly Cobdaks zu entsprechen. Die beiden technikaffinen und mit Metalleinzelteilen agierenden Künstler fungieren so als ideelle Folie, als beredte Ideengeber für das technik - und explorationsbegeisterte Ouevre Cobdaks.

Spannenderweise sind beide Photos vor einem süßlich-kitschigen Porzellanengel positioniert, der schwebt und sich im Kreise dreht und sehnsuchtsvolle Fluchtgedanken in die inspirierende Romantik evoziert und auch auf den Beginn der industriell gefertigten Gebrauchsgegenstände verweist. Womöglich ist dies eine nicht zufällige Assoziation, - ex negativo - da die Material-Protagonisten aus Charlys Oeuvre quasi allesamt als Derivate und Rudimente der Industriekultur zu verstehen sind. ..."

Kirsten Bauerdorf, M.A. Kunstgeschichte
 

 

 

Material: Postkartenvergrößerer, Karbidlampe, Grillmotor, Eisenstange, Stativfuß, 2 Bilderrahmen mit Fotos, Porzellanengel, Elektro-/Installationsbedarf, usw.

 
Steuerung über Zeitschaltuhr/ copyright: charly-ann cobdak
Lowtech Instruments - Charly-Ann Cobdak